Was ist Retinitis pigmentosa?

Retinitis pigmentosa (RP) ist ein Sammelname für eine Gruppe an Augenkrankheiten, wobei der Patient das Sehvermögen verlieht, auch retinale Dystrophie oder tapetoretinale Degeneration genannt. RP kann eine vollständige Erblindung verursachen, aber meist wird der Patient gesellschaftlich blind.

Gesellschaftlich blind beinhaltet, dass Sie nur noch 5% Ihres Sehvermögens haben und daher ein sehr eingeschränktes Sichtfeld. In diesem Stadium sehen Sie nur noch die Umrisse von Menschen und Objekten. Bei Retinitis pigmentosa gehen die lichtsensiblen Zellen in der Netzhaut kaputt. Das sind die Stäbchen und Zäpfchen. Die Stäbchen befinden sich im äußersten Teil der Netzhaut und die Kegel liegen im zentralen Teil. Bei RP tritt als erstes ein Rückgang der Stäbchen auf. Symptome von RP beginnen mit Nachtblindheit und verschwommener Sicht, danach wird der Verlust des Sehvermögens größer. Zunächst fällt die Außenseite des Sichtfelds weg, wodurch ein Tunnelblick entsteht, danach wird die übrig gebliebene Sicht geringer. Retinitis pigmentosa ist ein erbliches Leiden. Oft entsteht RP bei mehreren Menschen in der Familie. Die Symptome von RP können bereits im Kindesalter auftreten, aber die Diagnose kann erst in mittlerem Alter gestellt werden. Die Wahrscheinlichkeit, die Krankheit auf seine Kinder zu übertragen, variiert von 1 bis 50%. Sie können dazu bei Ihrem Arzt eine Vererbbarkeitsuntersuchung beantragen.

Retinitis pigmentosa Behandlung

Leider gibt es bis heute keine effiziente Behandlung für RP, trotz dass bereits jahrelang in vollem Gange geforscht wird. Es gibt Studien von Gentherapie und Stammzellentherapie bis hin zu Netzhautprothesen und Augentransplantationen. Es gibt aber verschiedene Hilfsmittel, wodurch die visuelle Einschränkung vereinfacht werden kann. Dabei kann man an gesprochene Untertitel, Bildschirmlesesoftware und Braillezeilen denken. Damit können Sie auch am Computer Braille verwenden.

Menschen mit RP haben eine erhöhte Wahrscheinlichkeit auf Nebenleiden, wie Star und Glaukom. Bei der Augenkrankheit Glaukom ist der Sehnerv beschädigt, meist durch einen erhöhten Augendruck. Auch das führt zum Verlust des Sichtfeldes. Bei Star sieht man weniger scharf und verschwommen und der Kontrast nimmt ab. Diese Leiden sind wohl behandelbar und daher ist es wichtig, dass Sie rechtzeitig Kontakt mit Ihrem Augenarzt aufnehmen.

Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel bei Retinitis pigmentosa

Auch bei RP ist ein gesunder Lebensstil sehr wichtig. Nicht rauchen, wenig bis kein Alkohol und eine gute Ernährung sind die wichtigsten Punkte. Unsere Augen benötigen Nährstoffe, um gesund zu bleiben. Die wichtigsten Nährstoffe sind: Antioxidantien, Alpha Liponsäure, Omega 3 Fettsäuren, Vitamin A, C und Zink. Lutein und Zeaxanthin sind ebenfalls sehr wichtig. Der Mensch kann diese Stoffe nicht selbst produzieren und es ist daher wichtig, diese Stoffe durch die Ernährung oder über Nahrungsergänzungsmittel aufzunehmen. Eine Ernährung mit diesen Nährstoffen ist daher sehr gesund und Sie können die Nährstoffe aufnehmen, indem Sie Ihrer täglichen Ernährung Nahrungsergänzungsmittel hinzufügen.